Die Homeoffice-Pauschale 2026 in der Steuererklärung

Wer von zu Hause arbeitet, kann einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen – auch ohne separates Arbeitszimmer. Möglich macht das die Homeoffice-Pauschale, die inzwischen dauerhaft im Steuerrecht verankert ist. Sie ist unkompliziert und für viele Heimarbeitende interessant. Dieser Artikel erklärt, wie die Homeoffice-Pauschale 2026 funktioniert und für wen sie sich lohnt.

Was die Homeoffice-Pauschale ist

Die Homeoffice-Pauschale erlaubt es, für jeden Tag, an dem du überwiegend von zu Hause arbeitest, einen festen Betrag steuerlich geltend zu machen – aktuell 6 Euro pro Tag. Gedeckelt ist das auf 1.260 Euro im Jahr, was 210 Homeoffice-Tagen entspricht.

Der große Vorteil: Du brauchst kein separates Arbeitszimmer und musst keine einzelnen Kosten nachweisen. Die Pauschale gilt pauschal für die Tage, an denen du zu Hause gearbeitet hast – egal, ob am Küchentisch oder in einer Arbeitsecke. Das macht sie besonders unkompliziert.

Wie sie funktioniert

Du gibst in deiner Steuererklärung die Zahl der Tage an, an denen du überwiegend zu Hause gearbeitet hast. Pro Tag werden 6 Euro berücksichtigt, bis zur Höchstgrenze von 1.260 Euro. Die Pauschale zählt zu den Werbungskosten – also den Ausgaben, die mit deiner Arbeit zusammenhängen und dein zu versteuerndes Einkommen mindern.

Wichtig: Es gibt einen Werbungskosten-Pauschbetrag, der jedem Arbeitnehmer ohnehin zusteht. Die Homeoffice-Pauschale wirkt sich steuerlich erst dann zusätzlich aus, wenn deine gesamten Werbungskosten diesen Pauschbetrag übersteigen. Verwandte absetzbare Kosten behandeln die Beiträge Werbungskosten als Minijobber absetzen und Arbeitsmittel von der Steuer absetzen.

Lohnt sie sich für Minijobber?

Hier ist eine wichtige Unterscheidung nötig. Beim typischen, pauschal versteuerten Minijob taucht der Verdienst gar nicht in deiner Steuererklärung auf – die Steuer ist über die Pauschalsteuer bereits abgegolten. Werbungskosten wie die Homeoffice-Pauschale kannst du dann nicht gegen den Minijob-Verdienst geltend machen, weil dieser steuerlich nicht erfasst wird.

Anders sieht es aus, wenn du neben dem Minijob weitere steuerpflichtige Einkünfte hast – etwa einen Hauptjob oder eine selbstständige Tätigkeit. Dann kannst du die Homeoffice-Pauschale für die zu Hause gearbeiteten Tage bei diesen Einkünften ansetzen. Auch wer den Minijob ausnahmsweise individuell versteuern lässt, kann profitieren – das ist aber ein Sonderfall, der in Minijob und Steuererklärung erläutert wird.

Für wen sie besonders interessant ist

Die Pauschale lohnt sich vor allem für:

  • Arbeitnehmer mit Hauptjob, die teilweise oder ganz im Homeoffice arbeiten.
  • Selbstständige, die von zu Hause arbeiten – sie setzen sie als Betriebsausgabe an.
  • Menschen mit mehreren Einkommensarten, bei denen die Werbungskosten den Pauschbetrag übersteigen.

Wer ausschließlich einen pauschal versteuerten Minijob hat, profitiert dagegen in der Regel nicht – was aber nicht schlimm ist, weil dieser Minijob ohnehin abgabenfrei bleibt.

Was du beachten solltest

  • Tage dokumentieren: Halte fest, an wie vielen Tagen du zu Hause gearbeitet hast.
  • Höchstgrenze kennen: Maximal 1.260 Euro (210 Tage) im Jahr.
  • Werbungskosten bündeln: Die Pauschale wirkt erst über dem Pauschbetrag.
  • Im Zweifel beraten lassen: Ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein klärt deinen Einzelfall.

Fazit

Die Homeoffice-Pauschale ist eine unkomplizierte Möglichkeit, Kosten der Heimarbeit steuerlich geltend zu machen – 6 Euro pro Tag, bis zu 1.260 Euro im Jahr, ganz ohne separates Arbeitszimmer. Sie lohnt sich besonders für Arbeitnehmer mit Hauptjob und Selbstständige, die von zu Hause arbeiten. Wer ausschließlich einen pauschal versteuerten Minijob hat, kann sie zwar meist nicht nutzen, verliert dadurch aber nichts, weil dieser Verdienst ohnehin steuerfrei bleibt. Wer mehrere Einkommensarten hat, sollte die Pauschale dagegen unbedingt prüfen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Homeoffice-Pauschale 2026?

Du kannst für jeden Tag, an dem du überwiegend von zu Hause arbeitest, 6 Euro steuerlich geltend machen – gedeckelt auf 1.260 Euro im Jahr, was 210 Homeoffice-Tagen entspricht. Ein separates Arbeitszimmer brauchst du dafür nicht.

Lohnt sich die Homeoffice-Pauschale für Minijobber?

Beim typischen, pauschal versteuerten Minijob taucht dein Verdienst gar nicht in der Steuererklärung auf, deshalb kannst du die Pauschale dort meist nicht ansetzen. Das ist aber kein Verlust, weil dieser Minijob ohnehin abgabenfrei bleibt.

Wann kann ich die Homeoffice-Pauschale trotz Minijob nutzen?

Wenn du neben dem Minijob weitere steuerpflichtige Einkünfte hast – etwa einen Hauptjob oder eine selbstständige Tätigkeit – kannst du die Pauschale für die zu Hause gearbeiteten Tage bei diesen Einkünften geltend machen.

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